Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Caty

Mein Name im Tierheim
Tina

Rasse
Mischling

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 13.02.2024
Angekommen endlich?

Nach Catys zwei Fluchtaktionen einmal 3 Tage und einen Monat später am 6.6.23 für 11 Tage, an denen wir mit Wildtierkamera und Futternäpfen in der Weite der "Prärie" Zugriffstellen aufgebaut hatten und nur wenig Erfolg erzielten, schafften wir es, sie mit einer Heimwegschleppe wieder nach Hause zu bewegen. Nur unterstützt psychologisch von unserer Pettrailerin Katja Culbertson erreichten wir das Unmögliche!! (inzwischen sind wir befreundet)

Sie trug einen Tractive-Tracker, der am 3.Tag leider keinen Nutzen mehr hatte, da Akku leer. Caty hatte sich zuerst in Zöllchen, später nahe Nempitz in einem Biotop mit meterhohem Gras und kleinem Flüßchen genau an der A9 ein Versteck gesucht. Dort wurde sie gelegentlich gesichtet. An unseren Schlaf oder Essen war kaum zu denken, im Hintergrund stets die Gefahr, die dort lauerte. Neben Flyern mit unseren Rufnummern erneuerten wir täglich die drei Futterstellen und kontrollierten die Kamera, bis wir sie wieder sahen und sie langsam aus dem Biotop weg von der A9 trieben. Überall auf jedem Feld verfluchter Raps, kein Durchkommen oder Sehen für uns. Von der meist gekreuzten Stelle an legten wir am 7. Tag eine Heimwegschleppe, 7 km lang quer durch den Landstrich. Einen Tag später bekamen wir Sichtungen,die auf ihre Rückkehr schließen ließen. Am 9. Tag war sie ganz in unserer Nähe in unserem Pappelwald, sie traute sich noch nicht und wurde von den Tierliebhabern immer wieder aufgeschreckt und entfernte sich wieder. In der Zeit war es mit Schlafen ganz aus (nur noch am Tag). Nachts klingelte das Telefon und Sichtungen kamen rein. Ihre Aktivitäten begannen erst mit der Dämmerung. Das war für uns die einzige Möglichkeit, sie zu "orten". Wir bauten am Haus eine Futterstelle die sie annahm und weg war sie wieder. Am 14.6.23 lief sie 7 Uhr 26 in unsere Straße und genau da kam das Müllauto - weg war sie! Zum Verzweifeln!! Aber sie war hier..wir bauten eine Falle am Haus - eine Schleppe bis zur Terrasse und ein Gitter mit Leine zum Schließen. Am 18.6.23 genau 23 Uhr 42 schloß sich dieses Tor und sie war wieder zu Hause. Sie durfte ausschlafen und fressen hatte 3 Kilo abgenommen und hinkte vorn. Zwei Tage später zum Tierarzt, trotz allem alles o.k.!

Wir haben Caty im November mal richtig durchröntgen lassen, einfach alles, weil sie viele Pausen bei Spaziergängen macht - da kam Grausames zu Tage. Jahrealte Brüche an beiden Vorderbeinen in gleicher Höhe, nicht durch ein Fahrzeug! zu tief gelegen. Speiche links ist schief zusammengewachsen. Die hinteren Gelenke sind eckig und nicht rund. Laut unserer TÄin könnte sie nur im jungen Alter an den Hinterbeinen aufgehangen worden sein. Die Vorderbeine mit einem Knüppel gebrochen. Dass dieses Tier keine Menschen mag ist wohl klar. Warum ist sie so oft abgehauen?

Ganz langsam taut Caty hier auf, nach einem Jahr!!! kommt sie langsam auf uns zu - es ist sehr schwierig. Unterwegs läuft sie vorbildlich an der Leine. Selbst bei stürmischen Begegnungen behält sie die Ruhe und ist entspannt. Sie bekommt soviel Zuneigung oder Liebe wie sie es möchte. Wir und unser ganzes Rudel bleiben stets an ihrer Seite.

Seid alle lieb gegrüßt von Familie Oertel und den 8 Fellnasen.

Eintrag vom 07.04.2023
Wenn das scheinbar Unmögliche passiert

Mein letzter Arbeitstag war vorbei, Rente. Endlich soviel Zeit sich um die großen und kleinen Wehwehchen unserer Fellnasen zu kümmern. Es begann mit einkaufen und saubermachen, wie der Alltag es erfordert. Ich machte Zimmer sauber, mein Mann die Hundedecken draußen an der Heizung. Ja es war laut, der Staubsauger lief und die Körbchen lagen oben.

Da rief mein Mann plötzlich...Caty ist über den Zaun gesprungen! Ein 1,50m hoher Zwischenzaun und ein Eingangstor, waren ihr Parcour.

Das Entsetzen stand mir im Gesicht, das hätte nie passieren dürfen, ausgerechnet Caty 10 Jahre, zeigt aber keine Angst. Die sehen wir nie wieder! Sie ist seit zwei Monaten bei uns, läuft perfekt an der Leine und zeigt beim Gassigang keine Scheu.

Dann rollte die Panik ihren Weg. Ich lief ihr nach und machte damit den schlimmsten Fehler, den man nur machen kann, holte sie nach ca.1 km am Waldrand ein, sah sie und sagte nur „Caty“ da lief sie los. An diesem Tag war es ca.14 Uhr als das passierte und dann lief alles fast von allein. Tierschutzorganisationen und Tasso, Feuerwehr und Polizei, Tierärzte anrufen, Flyer drucken und in den Umkreisen der Sichtungen aushängen. Den Rest des Tages verbrachten wir im Wald um nach ihr zu suchen. Zu viele Wege und keine „Caty“!!

Wieder zu Hause völlig fertig, enttäuscht, traurig, verzweifelt. Ein Anruf von Tasso Helfern - eine Sichtung, 10km entfernt! Der Anruf von Tasso kam 18.48Uhr, dass Caty16.50 Uhr gesehen wurde. Eben nur 2 Stunden zu spät. Trotzdem, ins Auto, dahin gefahren, doch nirgends eine Caty. An Schlaf war nicht zu denken . Am Mittwoch Morgen 7.09 Uhr wieder ein Anruf, eine Sichtung, das gleiche Spiel und keine Caty weit und breit.

In meiner Verzweiflung bat ich ehemalige Arbeitskolleginnen, meinen Tasso-Aushang bei Facebook zu posten. Das funktioniert vielleicht auch. Doch den ganzen Mittwoch keine Sichtungen. Die Hoffnung schwand und meine Angst stieg, wir waren wie gelähmt, hoffentlich kein Unfall. Caty überquerte mehrmals die A38!! Die Sichtungen übertrug ich in eine Karte um ihren Weg zu verfolgen und um zu erahnen, wohin es sie trieb. Wieder eine kalte Nacht im Freien!

Am Donnerstag bedrängte ich meinen Mann, zum letzten Sichtungspunkt zu fahren - ein Rinderstall mit Milchtankstelle. Mit Fernglas bewaffnet und der Hoffnung, irgend etwas von ihr zu sehen, fuhren wir hin. Fragten Taxifahrer, Bauarbeiter, Passanten. Wir spekulierten, ob sie sich nicht auf den Rückweg machte, denn sie war nur auf der anderen Seite von unserem See, also schon wieder viel näher.

Gerade als wir zurückfahren wollten kam ein Anruf von einer Tierschützerin aus unserer Gegend!! Sie lief durch ein Wäldchen in Richtung Markranstädt. Also so schnell es ging nach Hause! Kaum zu Hause angekommen, sagte mein Mann „sie steht da, Caty steht da“ Vor unserem offenen Gartentor! Ich drehte mich um sagte „Caty“ und wieder verschwand sie! Das war nicht zu fassen, wieso?

Ich hatte am anderen Ende meines Telefons Unterstützung von einer Pettrailerin mit sehr viel Erfahrung bei Ausreissern. Sie instruierte mich im Legen einer Heimwegschleppe. Also an die Arbeit, Brühe gekocht und Sternschleppe bis zur Terasse gelegt. Unsere Tore (und Arme) waren seit Tagen weit geöffnet und Futter wurde hingestellt. Ich war kaum fertig, als wieder eine Anruferin sagte, sie hat Caty in unsere Siedlung laufen sehen. Ich drehte mich zur Terrasse um und da stand sie und fraß. Schmutzig, dünn und scheu um sich schauend. Ich lief auf der anderen Seite des Hauses hinaus und schloß das erste Tor, dann zum zweiten, und zu!! Rief meinen Mann zu Hilfe, damit er den Rückweg sichert. Ich lief ins Haus zurück, machte die Terrassentür auf und sagte scheinbar gelangweilt „na komm rein“. Sie lief gleich durch ins nächste Zimmer und knallte sich auf ihre Decke.

Endlich zu Hause!!!

Ist das nicht ein Wunder...ein Ostergeschenk..von soviel Freunden, die geholfen haben, Caty nach Hause zu begleiten.

Den Zwischenzaun haben wir auf 1,80m erhöht. Na, und Caty, sie will kaum noch rausgehen, nur wenn Frauchen mitgeht und die Leine in der Hand hat. Das nächste ist ein GPS - Ortungsgerät, nur der Sicherheit halber. Ich glaube, sie denkt nicht an ein zweites Abenteuer....

Euch allen ein Frohes Osterfest!!

Eintrag vom 11.02.2023
Aller Anfang ist schwer

Hallo, alle mit einander...

Tina (bei uns jetzt Caty, da es bereits eine kleine Tina gibt!!) ist sehr verträglich zu unseren Hunden und wie erwartet sind alle unsere Hunde sehr respektvoll zu ihr.

Nur wir Menschen bekommen das Problem! Caty erscheint unnahbar und ist bisher unbestechlich, egal welches Leckerli ihr geboten wird.

Wir sind uns der Lage bewußt, die fünfte Station, bei der sie landet! und dass es sehr viel Zeit braucht, wirklich viel Zeit, um ihr Vertrauen in den Typ Mensch wieder zu stärken.

Unseren heutigen Versuch, zum Tierarzt zu fahren habe ich abgebrochen, um ihr nicht noch mehr Streß zu verursachen. Zu kurz die Zeit um Vertrauen aufzubauen, sie wieder anderen Menschen, die sie nicht kennt, auszuliefern. Den nächsten Termin haben wir am 3.März, der muß klappen.

So haben wir einige Zeit, um zu trainieren für Kontakte und Autofahrten. Caty scheint noch nicht glücklich, es ist eher ein "ich füge mich in mein Schicksal". ---gut, an der Freude arbeiten wir noch!

Es grüßen euch Familie Oertel ganz lieb.