Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Malie

Mein Name im Tierheim
Perseo

Rasse
Spinone

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 04.12.2020
Malie machte riesige Fortschritte

Jetzt ist etwas mehr als 1 Jahr vergangen, seit Malie bei mir eingezogen ist. Verstört, traumatisiert, ängstlich, unsicher und sehr in sich zurückgezogen.

Es brauchte seine Zeit, bis ich ihn berühren konnte, ohne dass er Angst zeigte.

Es brauchte noch viel länger, über 3 Monate, bis ich ihn dazu brachte, vor die Tür zu gehen.

Es brauchte dann wieder viel Zeit, bis er entspannt an der Leine lief, jedoch nur abseits von Lärm und Autos.

Dann ging alles sehr schnell, das Laufen wurde zur Freude, die Welt erschnüffelte er ausgiebig und mit seiner grossen Nase sehr laut, er verlor die Angst vor anderen Hunden, lernte den Katzen und allen anderen Tieren von Igel bis Kuh ohne Angst und äusserst freundlich zu begegnen.

Wir waren im August und September in Italien direkt am Strand in den Ferien. Das haben wir beide sehr genossen. Wasser mag er gar nicht, mit keinem Trick brachte ich ihn dazu, im Meer zu laufen, verschweige denn zu schwimmen. Doch lange Strandspaziergänge und Rennen im Sand, das liebt er.

Er ist mein Sunnyboy, mein Lausbube und mein ein und alles. Wir geniessen jeden Tag, nebst anderen Entdeckungstouren, zweimal lange Waldspaziergänge, wo wir rennen, herumstöbern und spielen. Ich brachte ihm bei, mich hinter Tannen, wo ich mich verstecke zu suchen und zu finden. 

Busfahren, Zugfahren, das geht noch nicht. Auch hat er noch Angst vor lauten Geräuschen und erschreckt sich sehr schnell, auch schon mal vor Katzen.
Wir bleiben am Ball und ich bin sicher, dass sich das noch verbessert und er eines Tages auch mit mir in den Bus und den Zug steigt. Malie schafft das.

Danke, dass ich Malie bei mir haben darf!

 

Eintrag vom 06.11.2019
Malie, mein sanfter, sensibler Hundemann

Was für ein Glück und was für eine enorm grosse Freude war es, als ich erfuhr, dass Malie zu mir kommen darf. Malie, damals noch Perseo, sprach mich mit seiner angstvollen, gebückten und unsicheren Haltung und seinen grossen hoffnungslosen Augen auf den Bildern sofort an. Er eroberte sofort mein Herz. Ich wusste, dass es nicht einfach wird, dass wir zusammen viel Zeit und Geduld, viele kleine Fortschritte, aber auch viele Rückschritte durchleben werden, bis er mir zu 100% vertrauen wird. Dass er, der nur Betonboden und Gitterstäbe kennt, der wohl immer umhergeschoben wurde, von Heim zu Heim, von Betonboden zu Betonboden, der noch nie ein warmes und liebevolles zu Hause hatte, der keine liebenden Hände kennt und noch nie einen "Menschen" für immer an seiner Seite hatte, sehr lange brauchen wird um sich an die komplett neue Situation zu gewöhnen, um zu erkennen, dass er in Sicherheit ist und bis er Selbstbewusstsein entwickelt. 
Malie kam an einem späten Sonntagabend zu mir, in seiner Box mit einer grossen, wunderbaren Decke und Spielzeugen. Ich stellte die Box ins Zentrum meiner Wohnung, da wo er mich am meisten sieht und alles mitbekommt. Zu meiner Freude hat er von anfang an gegessen und getrunken. Bald konnte ich ihn streicheln und merkte, dass er wirklich sehr feinfühlig, sensibel, aber auch neugierig ist. Er verliess seine Box nur, wenn er meinte ich schlafe. Nach 4 Tagen entfernte ich das Oberteil der Box und welche Überraschung, ich merkte sofort, dass ihm das gefiel. Auch konnte ich ihn jetzt am ganzen Körper kraulen, streicheln und massieren, ich durfte ihm die Wolfskrallen schneiden, die Ohren reinigen und überall bürsten. Dies alles nur, wenn er liegt. In der Zwischenzeit verlässt er sein Bett auch wenn ich irgendwo sitze, er hört mir immer zu und verlangt Streicheleinheiten, indem er eine Pfote ganz nach oben hebt. Wenn ich neben ihm sitze und er liegt, ist sein Vertrauen zu mir sehr gross. Es hapert noch, wenn ich stehe, daran arbeiten wir noch. 
Ich kann ihn beim Liegen anleinen, doch wenn ich an der Leine ziehe, flüchtet er sofort, dann gerät er noch in Panik und versteckt sich für eine Weile. Er flüchtete auch schon in den Kleiderschrank. Auch hier ist noch viel, viel Zeit und Geduld nötig. 
Seine Häufchen macht er ganz brav, auf ausgelegtes Saugpapier. Er uriniert auch auf das Saugpapier, trifft halt nicht immer. Doch das ist mit einem Wisch aufgeputzt. Ich habe meine teuren Teppichen mit günstigen Teppichen mit Gummiunterseite überlegt. 
Er ist ein sehr braver, ruhiger Hund, nagt nichts an, zerreist nichts, bellt nicht, zeigt nie Aggressionen und schnüffelt mit seiner grossen Nase, jeden Tag jede Ecke der Wohnung durch, manchmal so laut, dass ich erwache, dann muss ich immer lachen. 
Ich bin enorm stolz auf meinen sanften Hundemann. Wir sind ein super Team und zusammen schaffen wir alles. Ich habe viel Zeit und Geduld. Er ist ein toller, äusserst liebenswerter und neugieriger Hundemann. Ich freue mich auf unseren ersten Spaziergang, ihm zeigen zu können, wie toll die Natur ist, wie es doch wunderschön im Wald, auf den Bergen und am See ist. Das wird noch dauern, bis er soweit ist.
Ich gebe ihm die Zeit die er dazu braucht. So viele Jahre des Leidens, brauchen viel Zeit um Vertrauen zu können.