Seit Arons Ankunft hier in Deutschland ist nun schon ein Jahr vergangen und in dieser Zeit haben Aron und ich eine Menge dazugelernt.
Zunächst einmal hat Aron ganz banale Dinge gelernt, wie etwa für ein Foto stillzuhalten (ich glaube, die Fotos sind Beweis genug) oder auch einfach mal für den Moment ruhig sitzen zu bleiben. Auch weiß Aron, dass er nicht jedes Mal mit einsteigen muss, wenn mal wieder einer der Nachbarshunde bellt. Mittlerweile hebt er nicht mal mehr seinen Kopf. Es ist ja auch viel schöner, einfach weiterzuschlafen und die Sonne zu genießen. Von Anfang an praktisch ist Arons Feinfühligkeit gewesen. Er verlangsamt sofort sein Tempo, wenn er merkt, dass die Leine zu Ende ist. Er korrigiert sich selbst, so dass niemals ein richtiges Leinenführigkeitstraining notwendig gewesen ist. Dafür muss er aber noch lernen, dass das Jagen von Wild (und Katzen) tabu ist, weswegen wir immer noch mit einer Schleppleine unterwegs sind. Ich sage bewusst "noch", weil ich sicher bin, dass Aron einfach nur noch ein bisschen Training benötigt. Momentan klappt es sogar ganz ausgezeichnet. Da wir uns allerdings noch in der Brut- und Setzzeit befinden, möchte ich nichts riskieren und warte lieber ab.
Aron hat nicht nur von mir gelernt, sondern ich vor allem von ihm. Ich habe gelernt, was Geduld bedeutet und wie wichtig es ist, auch in stressigen Situationen Ruhe zu bewahren. Er ist ein Vorbild für mich in puncto Freundlichkeit, Höflichkeit, Herzlichkeit und Offenheit gegenüber jedem Menschen. Arons Lebensmotto würde vermutlich in Richtung "Mach dich mal locker und genieß das Leben!" gehen.
Was für uns (ich erlaube mir jetzt einfach auch für Aron zu sprechen) aber am allerwichtigsten ist (neben Sitz, Platz, Bleib, ...), ist, dass wir ein Team geworden sind und einander vertrauen können.